Interview mit Spicy Artworks – Mehr als nur ein Reiseblog

Spicy Artworks Reiseblog - CoverbildSpicy Artworks Reiseblog - Coverbild

Mit Spicy Artworks hat Andrea eine wirklich ganz besondere Internetpräsenz geschaffen. Sie beschränkt sich mir ihrer Arbeit nicht nur auf einen Reiseblog, sondern bietet vielmehr eine einzigartige Kombination aus Kunst, Kreativität, Foto- und Videoaufnahmen und Reiseberichten. Im Interview stellt Andrea sich und ihren tollen Blog im Detail vor.

Bitte stelle dich kurz vor.

Ich heiße Andrea Dublaski. 2016. Noch nicht richtig lange her. Es ging für mich ein Lebenstraum in Erfüllung, als ich an einem jamaikanischen Strand das Label „Spicy Artworks“ erfand – meine langersehnte, eigene Mischung aus Fotografie, Freiheit und Kunst. Seitdem bin ich dabei, mein eigenes Business aufzubauen und meine schon seit meiner Jugend bestehende Leidenschaft, zu fotografieren und zu filmen, endlich in vollen Zügen zu genießen. Mein Mann Matthias unterstützt mich dabei mit Rat und Tat. Eigentlich hatte ich ja ganz früher mal was ganz Anderes gelernt und dies auch viele, viele Jahre lang gemacht. Ein kunterbuntes Gemisch an Berufen bis hin zu den letzten zwanzig Jahren bei „blue design“, meiner eigenen Grafik- und Webdesignagentur. Seit elf Jahren wohnen wir in Meckenbeuren am Bodensee. Warum mache ich das eigentlich? Es ist die unbändige visuelle Kraft von Bildern, die mich beflügelt und antreibt. Die Geschichten davor und dahinter. Ich mache Fotos und Videos, die besondere, traurige, schöne, glückliche, bedenkenswerte, erinnerungswürdige Geschehnisse, Situationen, Hintergründe zeigen. Schön ist es natürlich, wenn sich einzelne Bilder inhaltlich miteinander verbinden lassen. Das ist extrem spannend, denn sie bekommen in dieser Verbindung einen neuen, eigenen Sinn. In der Zwischenzeit ist ein umfangreicher Reiseblog, Multivisionsshows und Live Reportagen hinzugekommen. Alles entwickelt sich weiter. Das ist einfach genial.

Zuhause auf der Terrasse mal ganz privat
Zuhause auf der Terrasse mal ganz privat

Was fasziniert dich am Reisen besonders? Auf welche Art und Weise reist du?

Bei meinen Reisen war ich immer auf der Suche nach Abenteuern und Wegen, um von Kulturen und Menschen zu lernen und zusammen mit ihnen bislang mir unbekannte Dinge zu tun – vor allem, wenn sich diese sehr von meinen eigenen Lebensverhältnissen unterscheiden. Die Fotografie wurde für mich dabei immer mehr zu einer guten Erklärung, um tiefer zu schauen und meine Erfahrungen intensiver zu machen. Ich möchte gerne Bilder von Menschen machen, die in herausfordernden Umgebungen arbeiten und leben oder in enger Verbindung mit der Natur leben. So wie sie in Wirklichkeit sind. Und natürlich diese Menschen und Tiere in einzigartiger Natur und traumhaften Landschaften hautnah sehen und erleben.

Fotoshooting in Nusfjord im südlichen Teil der traumhaften Lofoten
Fotoshooting in Nusfjord im südlichen Teil der traumhaften Lofoten

Ich liebe besonders mehrwöchige, aber auch kurze Reisen, je nachdem, was das Reiseziel ist. Pauschaltouren mache ich nicht, bin also immer individuell unterwegs (mit eigener Planung und Organisation). Das macht viel mehr Spaß und ist auch viel flexibler. Man erlebt auch einfach mehr und ist näher an den Menschen dran. Meist mit einem Mietwagen. Später einmal haben wir vor, das Europa, was wir noch nicht kennen und schon besucht haben, mit einem Wohnmobil zu erkunden. Wir mögen keine Luxushotels, sondern eher B&Bs und kleinere, romantischere Unterkünfte.

12.000 qkm knallhartes Salz auf dem Salar de Uyuni in Bolivien

Wie kamst du darauf einen Blog zum Thema reisen zu betreiben?

Nachdem wir unsere „normalen Lebensjobs“ vor drei Jahren beendet und Spicy Artworks gegründet hatten, lag der Fokus zunächst auf der Fotografie und Fotoausstellungen. Dabei machten wir die Erfahrung, dass wir rund um die Fotos auf Wunsch jedes Mal viel berichten und von den „Geschichten hinter den Bildern“ erzählen mussten. So entstand auch langsam die Idee, zusätzlich einen eigenen Reiseblog aufzubauen und in Spicy´s Webseiten zu integrieren. Hinzukommt sicher auch, dass aktuell der Bedarf trotz bereits vorhandener vieler Reiseblogangebote weiter wächst im Sinne von „Weg vom typischen Reiseführer oder einer Reisebüroberatung“. Außerdem ist es eine wunderbare Kombination zwischen Fotografie und Reisen. So wurde mein „SpicysBlog“ schließlich zu einem Reise- und Fotografieblog und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

In der kleinen Ortschaft namens Narsaq in Südgrönland war es wunderschön
In der kleinen Ortschaft namens Narsaq in Südgrönland war es wunderschön

Was macht für dich einen guten Reiseblog aus und was sind deine drei Lieblingsblogs?

Ich denke mir, zunächst einmal ein locker-luftiger, unterhaltsamer und gut lesbarer Schreibstil, kein Reiseführerstandardwording. Der Reiseblog sollte, wenn überhaupt, nur wenig politische Wertungen oder Meinungsäußerungen beinhalten. Dafür aber jede Menge an Informationen, die man auf anderen Wegen oder Medien nicht so leicht bekommt. Es sollten die Themen Aktualität und Authentizität im Mittelpunkt stehen. Plus Tipps und Anregungen, gerne auch mit persönlichen (Be)wertungen und Einschätzungen. die sind ja dann meistens Gold wert und ansonsten so nicht zu erhalten. Und nicht zu vergessen: Spannende, interessante Fotos mit „Qualität“.


Mir gefallen aktuell die Reiseblogs „22places“, „Reisedepeschen“, „Blickgewinkelt“ und „Good Morning World“ sehr gut. Aber das ist wirklich nur eine kleine Auswahl. Es gibt sicherlich noch viele weitere, die ich noch gar nicht kenne.

Die Mohnwiesen der Provence (ausnahmsweise mal kein Lavendel)

Wer ist die Zielgruppe deines Blogs und welches Reisebudget sollte sie mitbringen?

Das ist leicht zu beantworten, da es für mich und Spicy Artworks in Wirklichkeit keine Be- oder Einschränkungen bezüglich einer bestimmten Zielgruppe gibt. So sollen alle Menschen zwischen 15+ und 60+ von meinem SpicysBlog angesprochen werden. Eine Spezialisierung oder Fokussierung ist nicht beabsichtigt und in Zukunft auch nicht geplant. Ich freue mich über jeden Leser und Besucher meiner Webseite und des Blogs.

Zum Reisebudget muss ich sagen, dass nur ein allgemeines Statement für mich die richtige Antwort ist. Entscheidend ist ein angemessenes Reisebudget, das passend zum Reiseziel und der Reiseplanung zur Verfügung steht bzw. stehen muss. Es macht auf der einen Seite keinen Sinn, wenn man z.B. Neuseeland besuchen möchte, dies aus Ersparnisgründen nur für zwei Wochen zu tun. Dazu ist bereits die reine An- und Rückreise viel zu lang und zu kostspielig.

Auch ist dieses Land mit seinen beiden großen Inseln viel zu riesig, um es innerhalb einer Zeit von 1,5 Wochen zu erleben. Auf der anderen Seite ist es wichtig, nicht immer gleich die offensichtlichsten Angebote zu akzeptieren, sondern vor und während der Reise immer sorgfältig zu prüfen und abzuwägen, was einem gefällt und wie viel Geld man dafür ausgeben möchte.

Zum dritten soll natürlich gesagt sein, dass man auch für kleines Geld wunderschöne, spannende und interessante Touren auf diesem Planeten machen kann; es muss nicht immer gleich das Beste, Größte und Teuerste sein.

Nach einem Schneesturm kurz vor den Toren des Arches National Parks in Utah
Nach einem Schneesturm kurz vor den Toren des Arches National Parks in Utah

Welche Themen werden Leser*innen am häufigsten in deinem Blog finden? Fokussierst du ein bestimmtes Thema in deinem Blog?

Ich versuche, im Schwerpunkt mehr außergewöhnliche, vielleicht auch nicht so überlaufene, eher noch unbekanntere Reiseziele und Orte anzubieten wie z.B. Grönland und Bolivien.

Wichtig ist für mich, dass meine Blogbeiträge und Texte viele persönliche Erlebnisse von besonderen Begegnungen mit Menschen in besonderen Umgebungen, Landschaften und Ländern beinhalten. Ich denke, dies macht einen guten Reiseblog aus: Die Subjektivität, die Individualität und das Authentische. Ganz besondere Eindrücke und Gefühle. Nicht nur vom Schönen berichte ich, sondern auch von den Schattenseiten und negativen Aspekten der jeweiligen Locations und Reiseziele wie z.B. über das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit – ohne es aber zu übertreiben, denn es soll ja ein Reiseblog bleiben. Ein bestimmtes Thema gibt es in meinem Blog nicht.

Schnee am Grand Canyon machts noch interessanter
Schnee am Grand Canyon machts noch interessanter

Welche Länder findest du besonders bereisenswert?

Grundsätzlich bereisen wir sehr gerne Länder mit wenig(er) Touristen wie z.B. die „Hidden Champions“ Grönland, Norwegen, Bolivien, Alaska, Baltische Staaten, Madagaskar. Allerdings haben wir – wie wohl viele Andere auch – festgestellt, dass es im Zeitalter fortschreitender Globalisierung kaum noch derartige Orte oder Länder gibt.

Es ist einfach schrecklich (man verzeihe mir diese Worte bitte!), wenn eine Unzahl von ultramodernen Reisebussen plötzlich auftaucht und Scharen von (allermeistens) asiatischen Handy- und Selfietouristen ausspuckt, die sich dann in Windeseile und ohne Respekt auf die restliche, dort verweilende Menschheit und Natur in, vor, unter oder neben Bauwerke, Seen, Bergansichten o.ä. positionieren.

Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass es keine „besonders bereisenswerte Länder“ im eigentlichen Sinne geben sollte. Denn Jeder hat seinen eigenen Reisezielgeschmack und seine Vorstellungen darüber, was man sich ansehen sollte oder nicht. Das hat dann auf jeden Fall Vorrang, oder?!

Die Hochhauswand eines grönländischen Eisbergs
Die Hochhauswand eines grönländischen Eisbergs

Welche drei wichtigsten Tipps und Tricks möchtest du mit allen Reiseinteressierten teilen? Was sollte wirklich jeder beim Reisen beachten?

Nun gut, für mich sind das die wichtigsten und beachtenswertesten Ratschläge und Tipps für Reiseinteressierte:

  • Sich vorher wirklich rundherum und ausführlich informieren und miteinander verschiedene Alternativen abwägen, bevor man etwas bucht.
  • In „ärmeren“ Ländern sich stets bescheiden anziehen und auftreten.
  • Jedem Menschen – egal welcher Herkunft, Religion, Hautfarbe o.ä. – offen, ehrlich und freundlich begegnen
  • Respekt gegenüber fremden oder andersartigen Kulturen, Bräuchen und Sichtweisen zeigen
  • Respekt gegenüber der Natur und den Tieren. Und nach einem Picknick oder während einer Wanderung seinen Müll wieder mitnehmen.
  • Den eigenen Platz (das Hotelzimmer, den Campingplatz, die Fotolocation) sauber hinterlassen, damit sich auch der Nächste noch darüber freuen kann.
  • Immer dort essen gehen, wo die Einheimischen futtern. Das ist die beste Referenz für Qualität und Preis.
Dem Himmel so nah hoch oben in Macchu Picchu
Dem Himmel so nah hoch oben in Macchu Picchu

Welche Ziele hast du noch mit deinem Blog?

Ich möchte gerne anderen Menschen, die solche Reisen vielleicht nicht ohne Weiteres finanzieren oder jemals durchführen können oder diese noch nie realisiert haben, die Möglichkeit geben, ein wenig „mitzuerleben“ bzw. teilhaben zu lassen an dem, was unsere Welt mit allen ihren Menschen, Kulturen, Landschaften so zu bieten hat. Mit Geschriebenem und natürlich mit ganz vielen aussagekräftigen Bildern und Videos (seien dies ganz normale Videoaufnahmen oder solche, die eine Drohne von weit oben gemacht hat oder auch Zeitraffer-/Timelapse-Videos). SpicysBlog soll darüber hinaus auch Inspiration (nicht nur erklärend) sein, zum Nachdenken anregen und motivieren.

Doppel-Timelapseaufnahmen im Red Rock Country nahe bei Sedona im USA-Südwesten
Doppel-Timelapseaufnahmen im Red Rock Country nahe bei Sedona im USA-Südwesten

Na ja, und natürlich wünsche ich mir, super viele Leser zu erhalten! Und mittels derer Kommentare mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ich noch nicht kenne. Durch meinen Blog und die Kooperation mit anderen erfolgreichen Reiseblogportalen wie „Reiseblognews.com“ ja eines ist, bekannter zu werden, generell besser im Web gefunden zu werden und zu wachsen, denn das noch junge Spicy Artworks und den noch jüngeren SpicysBlog gibt es ja erst seit dem Jahr 2016 bzw. Anfang 2018. Schlussendlich möchte ich gerne durch meinen Reiseblog erreichen, dass sich Menschen begeistern für diese schöne Welt, die es nachhaltig zu erhalten gilt.

Darf ich vorstellen: Der Teide auf Teneriffa im Hintergrund
Darf ich vorstellen: Der Teide auf Teneriffa im Hintergrund

Andrea Dublaski / SPICY ARTWORKS
Töpferweg 8, 88074 Meckenbeuren, Deutschland

mobil: +49 160 7174 186
email: dublaski@spicy-art.works

https://www.spicy-art.works
https://www.facebook.com/spicyartworks
https://www.facebook.com/spicysblog
https://www.instagram.com/spicy.artworks

3 Kommentare zu "Interview mit Spicy Artworks – Mehr als nur ein Reiseblog"

  1. Hallo zusammen, ganz toller Artikel mit tollen Ansichten! Ich denke auch, dass es wichtig ist den Menschen die Schönheit unserer Welt zu zeigen, auch die abgelegeneren Regionen. Dabei sollte man aber auch immer die Herausforderungen zeigen, vor denen manche Länder stehen. Ich denke da z.B. an meine kürzlich gemachte „Plastikerfahrung“ in Kolumbien und dort auch im Amazonas 🙁 Und die Indigenen, die mit den einfachsten Mitteln für die Erhaltung der Tierwelt zu kämpfen versuchen. Ein Tipp als wirklich abenteuerliches Reiseziel ist West Papua. Ein absoluter Traum und noch so gut wie unbesucht! Dort kannst du Gast bei Völkern sein, die noch zu 100% im Einklang mit der Natur leben, wie vor tausenden von Jahren. Liebe Grüße, Verena

    • Hallo Verena,

      vielen Dank für deine Nachricht. West Papua ist ein wirklich interessanter Tipp!

      Liebe Grüße
      Milan

    • Hallo Verena,
      herzlichen Dank für Deinen absolut zutreffenden Kommentar. Wir sehen das Thema „Herausforderungen“ genauso wie. In unseren Reiseblogs über Grönland und Bolivien und den beiden zugehörigen live kommentierten Multivisionsshows von uns bringen wir diese Punkte ebenfalls an der einen oder anderen Stelle, damit sie in den Köpfen der Leser bzw. Zuschauer nachhaltig hängen bleiben.
      Deinen Tipp mit West Papua nehmen wir gerne auf und sind total gespannt darauf, wie es dort wohl sein wird.
      Liebe Grüße vom Bodensee
      Andrea Dublaski & Matthias Jobmann

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